Pressespiegel
Rabobank greift der Lebensmittelbank unter die Arme
Lebensmittel Zeitung 30 vom 24.07.2009 Seite 016
Frankfurter Geldinstitut rührt Werbetrommel für den Helfer caritativer Einrichtungen aus Aachen - Mehr Sponsoren.
Aachen/Frankfurt. Die Aachener Lebensmittelbank, Steuerungsorgan zur Vermittlung von Lebensmitteln, die einwandfrei, aber nicht mehr verkäuflich sind, kommt mit großen Schritten voran. Weiterer Partner ist jetzt auch die Rabobank.
Im Rahmen ihrer Aktivitäten zum Thema Corporate Social Responsibility will sich die Rabobank International in Frankfurt verstärkt um die seit 2006 aktive Lebensmittelbank AIXEuregio Aachen e.V. kümmern. Das auf den Nahrungsmittelsektor und Agro-Business fokussierte Geldinstitut plant, seinen Einfluss als Multiplikator wahrzunehmen, damit das soziale Wirken der Aachener noch bekannter und anerkannter wird.
In einem ersten Schritt sponserte die Rabobank eine Werbeschrift, die die Arbeit der Aachener Lebensmittelbank allgemein verständlich beschreibt und die renommierten Förderer benennt.
Die Lebensmittelbank unterhält Kontakte zur Lebensmittelindustrie und dem -handel und kommt immer dann zum Einsatz, wenn große Mengen einwandfreier aber unverkäuflicher Waren aus unterschiedlichsten Gründen vernichtet oder zu Bioenergie verarbeitet werden müssten. Verpackungs- und Produktionsfehler, Fehletikettierungen, kurze Restlaufzeiten oder nicht absetzbare Produktionsüberschüsse sind häufig die Ursachen.
Fritz Niehsen, Gründer und Vorstandsmitglied der Lebensmittelbank, verzeichnet ein ungebremstes Wachstum bei der Vermittlung solcher Chargen. Das liegt aber nicht daran, dass immer mehr und häufiger Pannen in der Produktion entstehen, sondern am stetig wachsenden Bekanntheitsgrad der Aachener Institution.
Damit einher vergrößerte sich der Kreis sowohl von Herstellern und Händlern, die mit der Lebensmittelbank vernetzt sind, als auch der Kreis der Hauptabnehmer. Das sind vor allem Hilfsorganisationen wie "Die Tafel", "Caritas" und "Diakonien". Alle drei gehören auch zum Kreis der Gründungsmitglieder.
Seit der Gründung konnten laut Niehsen 2200 Lebensmittel mit einem Warenwert "von mehreren Millionen Euro" vor der Vernichtung gerettet werden. 25 Lebensmittelunternehmen haben sich daran bisher mit 1300 Warenspenden beteiligt. 60 vertraglich verpflichtete Verteiler (Hilfsorganisationen) sorgten für die Entgegennahme und Auslieferung der Waren. Die Lebensmittelbank weist ausdrücklich darauf hin, dass bei dem Warenverkehr kein Geld fließt, für die unentgeldliche Hilfe aber Spendenquittungen ausgestellt würden.
In kleineren Städten nehmen laut Niehsen etwa 160 bis 200 Bedürftige das Angebot der örtlichen " Tafel" pro Woche wahr, in mittleren etwa 1000 und in größeren Städten an die 10000. Von einem doppelten Nutzen spricht Niehsen mit Blick auf die jeweiligen Lieferanten: "Sie sparen Entsorgungskosten ein, weil die Ware kostenlos und nach allen Regeln der Gesetze abgeholt wird. Gleichzeitig trägt ihr verantwortungsvolle Handeln zur Corporate Social Responsibility ihres Unternehmens bei."
Zu den Förderern gehören unter anderem die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), das Logistikunternehmen Dachser, Kellogg, Aachener Kronen Brot, Lambertz, Lindt, Teekanne und Zentis. S. 28 GvP/lz30-09
Imagetransfer: Rabobank-Chefin Dagmar Bottenbruch (2.v.r.) und M&A-Experte Stephan Hackenberg (r.) übergeben dem Inhaber der Lebensmittelbank Fritz Niehsen und Roswitha Nagel die gesponserte Werbeschrift.
Autor: Pilar, Gabriel von
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