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Artensterben: Deutsche sehen Lösung im Schutz von Lebensräumen

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Weltweites Artensterben: Deutsche sehen Lösung im Schutz von Lebensräumen

FRANKFURT – 22. Mai 2021.
Die Zerstörung von Lebensräumen – darin sieht die Mehrheit der Deutschen die größte Gefahr für die Biodiversität. Das zeigt der „Rabobank Food Navigator” zum Tag der Artenvielfalt am 22. Mai. Welche Faktoren die Deutschen außerdem noch für das Artensterben verantwortlich machen.

Wir zerstören Lebensräume und sind demnach selbst für den Rückgang der Artenvielfalt verantwortlich – davon sind 77,3 Prozent der Deutschen überzeugt. Eine ernüchternde Bilanz zum Internationalen Tag der biologischen Artenvielfalt am 22. Mai. Dieser Tag soll an den Vorsatz der Vereinten Nationen erinnern, die Biodiversität zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Vereinbart wurde dies 1992 bei der damaligen Umweltkonferenz in Rio de Janeiro mit dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt. Die Weltgemeinschaft nahm sich vor, das Artensterben bis zum Jahr 2020 nicht nur zu stoppen, sondern auch die Erholung von Flora und Fauna zu unterstützen. Doch fast 30 Jahre später sind diese Ziele längst nicht erreicht.

Große Übereinstimmung in der Bevölkerung

Die Meinung, dass die Zerstörung von Lebensräumen die Hauptursache für die weiterhin verschwindenden Tier- und Pflanzenarten ist, zieht sich dabei quer durch alle Altersgruppen: Die 30- bis 39-Jährigen sind mit 84,8 Prozent am stärksten vertreten, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es mit 68,7 Prozent die wenigsten. Im Klimawandel dagegen – in der Gesamtbewertung mit 30,7 Prozent auf Platz 5 – sieht vor allem die junge Generation mit 39,3 Prozent einen wesentlichen Treiber des Artensterbens. Beim Stadt-Land-Vergleich fällt auf, dass Großstädter (76,2 Prozent) und Bewohner sehr ländlicher Gegenden (76,8 Prozent) fast gleichauf liegen in ihrer Einschätzung, dass die Zerstörung von Lebensräumen der Hauptgrund für das Verschwinden vieler Tier- und Pflanzenarten ist. Der gleichen Meinung sind übrigens Studenten, und zwar signifikant mit 99,4 Prozent.

Weitere Gründe für den Rückgang der Biodiversität

Hinter der Zerstörung von Lebensräumen als Hauptursache für das Artensterben folgt laut Meinung der Deutschen mit deutlichem Abstand die Übernutzung von Ressourcen (wie Überfischung und Überweidung) mit 43,2 Prozent, gefolgt von Umweltverschmutzung mit 38,9 Prozent. Für am wenigsten relevant für den Rückgang der Biodiversität halten die Befragten die Verdrängung einheimischer Arten (22,9 Prozent).

Studenten sehen auf den Plätzen 2 und 3 die Übernutzung von Weideflächen und die Überfischung (69,2 Prozent) sowie den fortschreitenden Klimawandel (60,9 Prozent). Andere Berufsgruppen sehen auch in der Verdrängung einheimischer Arten und der weltweiten Überbevölkerung relevante Faktoren. Für Rentner steht als einzige Berufsgruppe die Umweltverschmutzung auf Platz 2 (47,8 Prozent).

Unabhängig davon wünscht sich jeder Vierte (26,9 Prozent), dass sein angelegtes Geld in den Klimaschutz fließt. Die Förderung von Tierschutzmaßnahmen befürworten 21,1 Prozent, den Schutz von Wäldern wünschen sich 24,7 Prozent.

Artenvielfalt wichtig für eine zukunftsweisende Landwirtschaft

Dass die Erhaltung der Artenvielfalt auch wichtig für eine zukunftsweisende Landwirtschaft ist, davon sind 37,0 Prozent der Befragten überzeugt. Auch die Rabobank ist sich der Bedeutung des Erhalts der Artenvielfalt bewusst und fördert entsprechende Projekte, darunter die Initiative „Agroforestry Carbon Organically Restoring Nature“ (ACORN). Hier unterstützt die Rabobank gemeinsam mit Microsoft Kleinbauern in Afrika dabei, Monokulturen in zukunftsfähige Landwirtschaft umzuwandeln und so auch die Artenvielfalt zu schützen. In den Niederlanden hat die Rabobank gemeinsam mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) den Biodiversitätsmonitor für Milchviehbetriebe ins Leben gerufen – einen Monitor, der Milchbauern dabei unterstützt, besser auf die biologische Vielfalt auf ihren Höfen und in umliegenden Naturschutzgebieten zu achten.

Für die Erhebung der Daten kooperiert die Rabobank mit Civey, einem der führenden Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsdaten in Deutschland. Die Umfrage zum Thema Artenvielfalt ist repräsentativ und wird online durchgeführt. Dafür wurden am 19. Mai 2021 mehr als 2.800 TeilnehmerInnen befragt. Die Stichprobengröße liegt bei über 2.500 Personen

Die Details der Civey-Studienergebnisse schicken wir auf Anfrage gerne zu. Einfach eine E-Mail an rabobankprotect@fischerappelt.de senden. Die Ergebnisse sind unter der Quellenangabe „Civey/Rabobank“ frei zur Veröffentlichung.

Banking for Food

Die genossenschaftliche Rabobank investiert gemäß ihrem Leitgedanken „Banking for Food“ in zukunftsweisende Projekte, die Lösungen für die globale Herausforderung der Ernährungssicherheit bieten. Zu den tragenden Säulen dieser Aktivitäten gehört neben dem Zugang zu Wissen und einem internationalen Netzwerk die Unterstützung mit finanziellen Mitteln. Jährlich fließen seitens der Rabobank dafür weltweit mehr als 65 Milliarden Euro in Unternehmen im Agrar- und Lebensmittelsektor.

Der „Rabobank Food Navigator“

Der Rabobank Food Navigator gewährt tiefe Einblicke in das Bewusstsein der Deutschen zum Thema Lebensmittel. Damit liefert die Rabobank gemäß ihrem Leitbild „Growing a better world together“ neue Impulse im Umgang mit Ressourcen und zu Fragen der Agrarwirtschaft sowie der Lebensmittelproduktion und -sicherheit. Per interaktiver Deutschlandkarte auf ihrer Webseite zeigt die Rabobank Insights, wie deutsche Verbraucher aktuelle Themen rund um verantwortungsvolle Lebensmittelproduktion, effiziente und effektive Lieferketten und bewussten Konsum bewerten. Die Daten werden regelmäßig von Civey erhoben, einem der führenden Unternehmen für digitale Markt- und Meinungsdaten in Deutschland.

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