Internationale Projekte

So bringt das „weiße Gold“ fairen Lohn

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Die Rabobank unterstützt eine Baumwoll-Kooperative in Indien

Ein Drittel der weltweiten Anbauflächen für Baumwolle liegt in Indien. Doch vom sogenannten „weißen Gold" können die Kleinbauern in vielen armen Regionen kaum existieren. Denn die Preise werden in der Regel von einflussreichen Zwischenhändlern diktiert. Die Kooperative „Chetna Organic Agricultural Producers" stärkt den Kleinbauern den Rücken und sichert ihre Existenz - gefördert mit einem Darlehen von der Rabobank, zu der auch RaboDirect gehört.

Mehr Geld dank höherem Marktwert: „Bio“ wirkt!

Die Kooperative „Chetna" unterstützt seit dem Jahr 2009 etwa 35.000 Kleinbauern. Fast 9.500 davon sind inzwischen Bio- bzw. „Fair Trade"-zertifiziert oder auf dem Weg dorthin. Ein Pluspunkt im weltweiten Handel - denn für ökologisch produzierte Baumwolle lassen sich höhere Mindestpreise erzielen.

Hilfe zur Selbsthilfe – gemeinsam stärker und produktiver.

„Chetna" versteht sich als Produktionsverbund. Dank regelmäßig ausgezahlter Prämien werden Gemeinschaftsprojekte finanziert, von denen die Familien der Bäuerinnen und Bauern profitieren - z. B. im Bereich der medizinischen Versorgung, bei technischer Unterstützung oder bezüglich Schulungen in Sachen Vermarktung und Organisation. Auf diese Weise können die Mitglieder der Kooperative effizienter wirtschaften und die Produktivität ihrer Betriebe erhöhen.

10 Millionen Rupien von der Rabobank – Liquidität macht unabhängig.

Die Erfahrung zeigt: Eine gesammelte Baumwollernte ermöglicht bessere Preisverhandlungen. Für Kleinbauern stellt das jedoch eine Herausforderung dar, denn so verstreicht bis zur Entlohnung wertvolle Zeit, die sie aufgrund geringen Eigenkapitals und fehlender Sicherheiten kaum überbrücken können. Dank eines Darlehens der Rabobank und der Rabobank Stiftung in Höhe von 10 Millionen Rupien (ca. 136.000 Euro) ist „Chetna" heute in der Lage, seine Mitglieder sofort bei Lieferung auszubezahlen. Dieser finanzielle Puffer ermöglicht ein Plus an Spielraum und stärkt auch langfristig Existenzen.

„Mit der Förderung genossenschaftlicher Strukturen und des Prinzips der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen wir Kleinbauern dabei, sich aus der Armut zu befreien und sich ein regelmäßiges Einkommen zu sichern", so Sabine Reinert, Head of Marketing & PR von RaboDirect. Mit dem Darlehen der Rabobank kann ‚Chetna' den Bio-Baumwollanbau ausbauen und dadurch für seine Mitglieder eine höhere Wertschöpfung erzielen.

Genossenschaftliche Entwicklungshilfe als Zukunftsmodell.

Die Mitglieder von „Chetna" sind komplett nach dem genossenschaftlichen Modell organisiert. Zudem sind sie in sogenannten „Villages" zu Produktionseinheiten gebündelt. Das Konzept trägt Früchte: Die Kleinbauern sind dadurch internationalen Exporteuren gegenüber in einer stärkeren Verhandlungsposition und können höhere Preise erzielen. Auch die Anschaffung von Material oder Saatgut wird in der Gemeinschaft günstiger. So verbessert sich nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Betriebe, sondern auch die existenzielle Situation der Familien.

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