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Rabobank-Studie über Deutsch-Niederländischen
Grenzraum anlässlich der Gründung des VNDU


26-04-2007 | Am 25. April 2007 fand die Gründungsveranstaltung des Verbunds Niederländisch-Deutscher Unternehmer (VNDU) im Emsland in Lingen statt. Der VNDU ist ein Verbund von und für Unternehmer in der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Basis der Interessenwahrnehmung ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Mitglieder, deutsche und niederländische Unternehmensverbände, setzen sich für den Aufbau einer zukunftsfähigen Wettbewerbsposition für diesen regionalen Wirtschaftsraum ein.

Über die aktuelle wirtschaftliche und soziale Situation entlang der Grenze informierte die Direktorin der MKB Rabobank Nederland, Frau Monika Milz, während der Eröffnungsfeierlichkeiten. Als fachkundige Gastrednerin präsentierte sie die Ergebnisse der Rabobank-Studie „Deutsch-Niederländische Grenzregion“ und zeichnete ein sozial-ökonomisches Bild über einen großen Teil der Grenzregion ­­- von der Nordseeküste bis Nijmegen (Nimwegen).

Es handelt sich um eine Region mit sehr attraktiven Investitionsmöglichkeiten, guter Infrastruktur und einem qualifizierten Arbeitsmarkt. Die institutionellen Rahmenbedingungen versprechen tatkräftige Unterstützung für Unternehmen, die die Region als Niederlassungs- oder Absatzgebiet erwägen. Dazu gehören zahlreiche Unternehmer- und Interessensverbände ebenso wie ein funktionierender, zielbewusst handelnder Verwaltungsapparat und starke finanzielle Partner.

Es ist eine Region mit vor allem produzierendem Gewerbe, wobei im nördlichen Teil auf beiden Seiten der Agrarbereich vorherrscht. Der Dienstleistungsbereich ist, außer in den Großstädten, unterproportional vertreten. Die Nähe zu großen Wirtschaftszentren und Ballungsräumen sowie gute Verkehrsanbindungen durch mehrere internationale Verkehrsachsen bieten weitere gute Rahmenbedingungen.

Das Potenzial dieser Region wurde lange Zeit aufgrund ihrer Grenzlage unterschätzt. So erklären sich auch die etwas geringere sozial-ökonomische Dynamik im Vergleich zu den Zentrumsgebieten beider Länder. Auch sind Überalterung und Jugendschwund auf beiden Seiten der Grenze zu sehen, teils sogar mit leichtem Bevölkerungsrückgang, insbesondere im deutschen Teil der Region.

Unterschiede gibt es in den Verwaltungseinheiten mit vielen, relativ kleinen Gemeinden in der deutschen Grenzregion. Der niederländische Teil ist im Allgemeinen etwas wohlhabender und etwas stärker städtisch geprägt als der deutsche, was sich auch in der geringeren Arbeitslosenquote ausdrückt. Gleiches gilt für die beiden Länder insgesamt. Die deutsche Region zeichnet sich durch eine starke Zunahme des Wohnungsbestandes aus mit vielen medizinischen Versorgungseinrichtungen. Der deutsche Teil entwickelt sich immer mehr zu einer attraktiven Wohngegend.

Der VNDU ist ein handlungsfähiger Zusammenschluss, der Unternehmen bei Geschäften im Nachbarland und auf internationaler Ebene unterstützt, für einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch sorgt und mit gemeinsamen Marketinganstrengungen dazu beiträgt, dass das Grenzgebiet als eine gemeinsame, große Region wahrgenommen wird.

Die Skizzierung der deutsch-niederländischen Grenzregion ist eine Veröffentlichung des Direktorats Wissen und Wirtschaftsforschung der Rabobank. Die ausführliche Präsentation kann hier als PDF-Dokument (Dateigröße: 1,2 MB)   herunter geladen werden.

Das in der Publikation wiedergegebene Bild stützt sich auf Daten aus Quellen, die das Direktorat für zuverlässig erachtet. Diese Quelle wurden sorgfältig in die Analysen einbezogen.

Die Verwendung des Inhalts mit Quellenangabe - Rabobank Nederland (2007) - ist gestattet. Das Direktorat Wissen und Wirtschaftsforschung übernimmt jedoch keinerlei Haftung für den Fall, dass die in dieser Publikation wiedergegebenen Daten oder Prognosen Fehler enthalten.


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